lifestyle: Schlafstörungen – warum gesunder Schlaf so wichtig ist

*in freundlicher Zusammenarbeit mit Shop Apotheke
Wie ein Zombie steuere ich morgens durch die Wohnung, ins Badezimmer, aus der Wohnungstür raus zur Bushaltestelle. Von der Haltestelle durchs Bürogebäude zu meinem Arbeitsplatz. Den ganzen Tag kann ich mich nur schwer konzentrieren. Immer wieder schweifen meine Gedanken ab, ich kann Gesprächen nur schwer folgen und oft fällt mir das, was ich eigentlich sagen will, nicht ein und es kommt nur verdrehtes Gestotter aus meinem Mund. Ich habe einen flauen Magen, Kopfschmerzen, schwere Augen und zitternde Hände. So, als hätte ich einen Wahnsinnskater. Dabei habe ich in der letzten Nacht nur wenige Stunden geschlafen…

Sich nachts schlaflos im Bett hin und her zu wälzen kann ab und zu ganz normal sein. Sätze wie “Ich lag ewig wach” und “Ich kann einfach nicht schlafen” kennt vermutlich jeder von uns. Tatsächlich leidet rund ein Drittel der deutschen Bevölkerung an Schlafstörungen oder Schlafmangel. Dies kann auf die Umgebungsbedingungen wie Raumhelligkeit und schlechte Luftverhältnisse (zu feucht/zu trocken) zurückzuführen sein, doch auch private Probleme, abendlicher Alkoholkonsum und zu spätes Kaffeetrinken kann unsere Schlafqualität beeinflussen.

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Warum gesunder Schlaf so wichtig ist

Wenn wir nicht ausreichend schlafen steigt der Cortisolspiegel und unser Körper empfindet diesen Zustand als Stress. Schlafmangel an sich unterbricht außerdem die Kommunikation zwischen Amygdala – die emotionale Reize steuert – und dem Frontallappen, der in unserem Gehirn für die kognitiven Prozesse zuständig ist. Diese unterbrochene Kommunikation ist unter anderem dafür verantwortlich, dass wir uns nicht konzentrieren können, ungeduldig oder überfordert sind und somit auch schneller überreagieren, wenn wir schlecht oder wenig geschlafen haben. Sich um einen gesunden und erholsamen Schlaf zu kümmern ist also alles andere als Nebensache. Hier meine drei grundlegende Tipps:

1.) Lege dein Handy mindestens eine Stunde vorher zur Seite
Es hindert dein Gehirn daran zu verstehen, dass es bald in den Ruhemodus schalten soll, da die Blautöne deines Smartphones für Unruhen im Kopf sorgen. Der Nachtmodus filtert zwar die Blautöne, jedoch suggerieren die warmen Farben des Bildschirms Tageslicht, was beim Einschlafen wieder suboptimal ist. Dazu findet ihr hier auch einen interessanten Artikel.

2.) Sorge vor dem Zubettgehen für ein gutes Raumklima
Ein zu warmes Bett bedeutet Stress für den Körper, daher sollte die ideale Temperatur zwischen 16 und 18 Grad liegen. Am besten eine Stunde vorher das Schlafzimmer gut durchlüften oder – wenn es euch nicht stört – das Fenster über Nacht gekippt lassen.

3.) Nicht auf die Uhr schauen
Das lässt dich bei fortlaufender Stunde nicht nur verzweifeln, sondern setzt deinen Körper unter Druck/Stress und kann unter Umständen die Angst auslösen, sich die Nacht um die Ohren schlagen zu müssen, was zusätzlich vom Einschlafen abhält.

Die Kraft von Lavendel

In den letzten Wochen quälten mich immer wieder Schlafstörungen. Nach zwei bis drei Stunden Schlaf wurde ich wach und konnte bis in die Morgenstunden nicht mehr einschlafen. Vor einigen Wochen startete ich daraufhin bei Instagram eine Umfrage zum Thema Schlaflosigkeit und ich war erstaunt, wie viele von euch das gleiche Problem mit Einschlaf- und/oder Schlafstörungen haben. Der Großteil von euch schwört auf die Wirkung von Lavendel in jeglicher Form: als Luftdiffusor mit Lavendelaroma, Duftsprays, Lavendelkisschen oder als Lavendel Entspannungsbad- oder dusche.

Homöopathen beschreiben Lavendel als Seelenpflanze, die schon seit vielen Jahren bei Unruhezuständen, depressiven Verstimmungen und Einschlafproblemen empfohlen wird. Er wirkt beruhigend, stimmungsaufhellend und angstlösend. Warum? Die Inhaltsstoffe sorgen in ihrer Zusammensetzung dafür, dass weniger Stresshormone wie Noradrenalin und stattdessen mehr Serotonin – unser Glückshormon – ausgeschüttet wird. So wird die Reizverarbeitung im Nervensystem wieder ins Gleichgewicht gebracht und Körper und Geist können zur Ruhe kommen.

Natürlich möchte ich euch alle weiteren Vorschläge und Erfahrungen nicht vorenthalten:

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Was ich gegen meine Schlafstörungen unternehme

Vor etwas mehr als 10 Jahren hatte ich phasenweise mit Schlafstörungen zu kämpfen und bekam von meinem damaligen Hausarzt Schlaftabletten verschrieben, die ich nur im Beisein meiner Mutter einnehmen durfte. Heute, also einige Jahre später und einiges an Wissen reifer, empfehle ich das niemanden – schließlich gibt es genügend homöopathische oder natürliche Produkte, die einen gesunden Schlaf unterstützen. Eine Weile habe ich es mit Johanniskraut versucht, doch hier gilt immer zu beachten, dass die Wirkung von Johanniskraut auch die Pille beeinflussen kann und zusätzlich verhütet werden sollte.

Ich habe zuletzte ein wenig herumprobiert, was am besten für mich ist und es waren vorrangig simple Dinge, die mir bei meinen Schlafstörungen geholfen haben. Frische Luft ist immer gut für Körper und Geist, also gehe ich (ohne Smartphone!) eine kleine Runde im Stadtpark spazieren oder setzte mich für ein paar Minuten ruhig auf den Balkon. Auch  1-2 Sprühstöße ins Gesicht vom Wolke 7 Energetik Spray von EM Chiemgau, das eine beruhigende und entspannende Wirkung hat, helfen sehr gut – alternativ kann ich auch das Lavendel Pflegeöl von Weleda empfehlen. Aktuell gehe ich abends noch oft mit einem Deep Sleep Room Spray durchs Schlafzimmer, demnächst schaffen wir uns aber für diese Zwecke einen Luftdiffusor mit Lavendelöl an. Auch Tagebuch schreiben hilft mir gut, Gedanken und Ängste nieder zu schreiben und sie (zumindest für einen Moment) loslassen zu können. Und jetzt: schlaft gut!

*Hinweis: Hast du über einen Zeitraum von mindestens 4 Wochen konstant Schlafstörungen, die auf keinen genauen Ursprung zurückzuführen sind, solltest du einen Arzt aufsuchen! Eine chronische Insomnie kann schwerwiegende Krankheiten wie Depressionen, Schlaganfälle und Herzinfarkte begünstigen. 

1 Kommentar

  1. Markus
    11. September 2020 / 12:32

    Sehr guter Artikel! Bei anhaltenden Schlafproblemen kann auch die Möglichkeit bestehen, dass man unter Schlafapnoe „leider“. Ein Gang zum HNO kann in dem Fall nicht schaden, mit einem speziellen Gerät wird dann die Schlafqualität gemessen. Unter Umständen muss man auch in ein Schlaflabor. So war das bei mir und ich hab seit ca. 3 Jahren eine Maske nebst Gerät. Nach Anlaufschwierigkeiten funktioniert das inzwischen sehr gut und ich kann endlich wieder gut schlafen!

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